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DIE LINKE: Die fiktive Rede eines nicht existierenden Politikers zur Lage der Partei

DIE LINKE: Die fiktive Rede eines nicht existierenden Politikers zur Lage der Partei

19.01.2014 07:07

Viele außerhalb unserer Partei sind der Ansicht, wir wären in zwei extreme Lager gespalten, die sich nicht einigen könnten, ja nicht klein beigeben würden, so dass wir nicht zu einer effizienten Politikführung kommen könnten. Und genau das ist ein großes Missverständnis, welches ausgeräumt gehört.

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Guten Morgen

Werte Mitglieder und Mitgliederinnen
werte Hörer und Interessierte

Heute gibt es keine gewöhnliche Rede sondern eine Rede zur Lage unserer Partei, die ich selbst halten werde, weil es ein Missverständnis aufzuklären gilt, das bisher nicht gelöst wurde. Die für heute anberaumte Tagung wird um einige Stunden verschoben und ich hoffe, ihr seid nicht allzu enttäuscht, dass es keine schläfrigen Schlupfwinkel geben wird, denn was ich zu sagen gedenke, wird niemanden schlafen lassen, eher aufrütteln oder unverstanden verärgern. Doch dieser Ärger wird sich nach dem Verstehen wieder legen.

Die Linke

So nennt sich nicht nur unsere Partei, so sind auch wir Mitglieder beschaffen und links bedeutet nicht nur das Gegenteil von rechts, nein, es bedeutet auch, dass der Link Mittelpunkt unserer Politik ist, auch wenn das viele noch nicht erkennen können oder wollen oder selbst einige von uns nocht nicht so gut verstehen.

Was ist denn ein Link? Ein Hinweispfad, ein Tippgeber, ein Ratweg. Der Link kann befolgt werden oder nicht, auf ihm kann gewandelt werden oder nicht, er kann weitergereicht werden oder nicht, er kann auch lediglich angeschaut werden oder nicht.

Viele außerhalb unserer Partei sind der Ansicht, wir wären in zwei extreme Lager gespalten, die sich nicht einigen könnten, ja nicht klein beigeben würden, so dass wir nicht zu einer effizienten Politikführung kommen könnten. Und genau das ist ein großes Missverständnis, welches ausgeräumt gehört.

Weshalb sind wir LINKS? Weshalb nennen wir uns DIE LINKE? Doch nicht deshalb, weil wir auch in Gleichheit zu einer Einheitspartei mutieren wollen, wie es die anderen vorgemacht haben, sondern im Gegenteil, weil wir keine Einheitspartei sein wollen, keine gleichgehaltene nach dem Wind sich drehende Ansicht und Meinung vertreten als bestünde unsere Partei nur aus einem Mitglied mit nur einer Ansicht, wie es in den anderen Parteien gehandhabt wird. Wir bestehen nicht aus einer Splittergruppe sondern aus individuellen Meinungen, aus Menschen, die ihre Meinung frei äußern dürfen und es auch tun.

Deshalb sind wir LINKS, weil wir verschieden links denken und verschieden links unsere Ansichten vertreten und nicht gleich rechts, wo alle in Einheit, die gleiche Meinung äußern. Bei uns braucht niemand seine Meinung zugunsten einer Einheit unter den Teppich zu kehren, deshalb sieht es für Außenstehende so aus als seien wir versplittert, doch wir vertreten lediglich unterschiedliche Ansichten.

Und wenn wir es noch nicht gelernt haben, unsere unterschiedlichen Meinungen unter einen Hut zu bringen, dann deshalb, weil wir nicht in Gleichheit sofort aufgeben, nur um unsere Positionen zu festigen. Wir sind eine Partei für Menschen und nicht für Zahlen, Buchstaben oder Roboter, was die anderen Parteien auszeichnet. Wir sind eine Partei aus lauter individuellen Extrawürsten, jeder hier von uns ist eine Ausnahme, ein Außenseiter, gehört zu irgend einer Minderheit an. Wir sind eine Partei der menschlichen Minderheiten.

Und wer glaubt, die Truppe der Superreichen wäre eine Minderheit, der täuscht sich gewaltig, denn diese Reichen sind eine komprimiert verpackte Mehrheit. Wenn wir die Reichen entkomprimieren, was kommt dann zum Vorschein, wenn wir ihnen das GELD wegnehmen? Sind sie dann immer noch eine Minderheit? Nein. Und wenn uns das GELD weggenommen wird, sind wir dann einzeln noch eine Minderheit? Ja. Es ist ein strenger Unterschied, ob sich eine Gemeinschaft aus Minderheiten bildet oder ob eine Gemeinschaft sich als Minderheit TARNT. Geld ist kein Faktor, der Minderheiten ausmacht sondern das, was jeder einzelne denkt und handelt und empfindet.


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